Zusammenfassung Zimbabwe
Land: Zimbabwe im April/Mai wird geprägt von drei Farben: das Gelb des hohen Grases und der rundlichen Felsbrocken, das Dunkelgrün der meist einzeln stehenden Bäume und das helle Blau des weiten Himmels. Die Landschaft strahlt eine Weite aus die fasziniert, gleich ob man sich in der Ebene oder zwischen Hügeln befindet. Im Westen verdichten sich die merkwürdigen balancierenden Felsformationen im Matopos und im Osten lockt das schroffere Gebirge des Hochlandes mit Wäldern, üppigem Grün und schönen Ausblicken. Das Land ist einfach zu bereisen, auch wenn die Unterkünfte nicht mehr so zahlreich sind – es findet sich immer etwas, zumal kaum Touristen im Land sind. Aufgrund der ständigen Stromausfälle kann man allerdings nicht unbedingt mit warmem Wasser oder Licht rechnen. Die Straßen und Pisten sind in sehr gutem Zustand und die Versorgungslage ist wieder gut. Wir fanden die Vertreter der Obrigkeit höflich, fair und freundlich und haben uns stets sicher gefühlt. Harare ist genauso aufgeräumt wie die meisten anderen Städte im Land, quirlig und interessant und sicher einen Bummel wert. Die Preise sind trotz Einführung des US Dollars schon wieder auf dem Weg nach oben und wir fürchten um den Frieden im Land, wenn sich die Entwicklung weiter fortsetzt und Lebensmittel für den Großteil der Bevölkerung unerschwinglich werden, denn durch den fehlenden Tourismus ist eine Haupteinnahmequelle weggebrochen und durch die Zerstörung der „weißen“ Farmen die andere.
Leute: Die meisten Menschen gehören dem Stamm der Shona an. Sie sind durchweg freundlich und hilfsbereit – solange man offensichtlich Tourist ist. Als wir mit dem Wagen unserer Gastfamilie zum Einkaufen gefahren sind haben wir uns weniger wohl gefühlt: Die Shona waren äußerst distanziert und die Weißen, denen wir begegneten, dafür beinah übertrieben freundlich. Die von Mugabes Enteignungspolitik geschaffene Kluft zwischen Schwarz und Weiß war plötzlich deutlich zu spüren und hat uns melancholisch gestimmt. Besonders beeindruckt waren wir von der Kreativität der Menschen, die sich nicht nur in den berühmten Steinskulpturen ausdrückt.
Tiere: Wir haben die großen Wildparks nicht besucht, aber gehört dass der Tierbestand immer noch oder schon wieder sehr ansehnlich sein soll. Das Besondere daran ist aber der Umstand, dass man Landschaft und Tierwelt fast für sich alleine hat, und eben nicht zwanzig Minibusse um ein Warzenschwein herumstehen. Wir haben gesehen: Elefanten, Giraffen, Impalas, Kudus, Duiker, Warzenschweine (jede Menge), Schliefer, Krokodile und die wunderbaren Wildhunde im Schutzzentrum bei Hwange. Pferdeliebhaber sind in Zimbabwe übrigens immer noch richtig – das Reiten hat hier eine große Tradition und Safaris zu Pferde oder einfach Ausritte kann man immer noch fast überall buchen.
Highlights: Nebel und tropfende Bäume in der Morgendämmerung im Hochland, die Weite (man könnte auch sagen: die Leere) des Landes, balancierende Felsen besonders in Matopos, wo der Sternenhimmel einfach überwältigend ist und natürlich: Great Zimbabwe und die Viktoriafälle
Samstag, 14. Mai 2011
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