Der letzte Beitrag....Die letzten Bilder...Die letzten Stunden....Wir packen Taschen und Kisten, morgen geht es auf das Schiff, das uns nach Hause traegt.
Samstag, 30. Juli 2011
NEWS-Ticker: Port Elizabeth – Victoria Bay – Oudshoorn – Warmwaterberg – Cape Agulhas – Hermanus – Kapstadt – Schneck und Besatzung wohlauf
Die kleinen bunten Ferienhäuser nehmen sich winzig aus zwischen den schroffen Bergen und den tobenden Wellen. Der Wind schüttelt den Schneck heftig durch und immer wieder erwischt uns ein Schauer quer treibender dünner Wasserschnüre. Ich nehme an, es handelt sich um Regen.
Wir sind nicht mehr weit von Kapstadt entfernt ( irgendwo bei Bettys Bay) und die Temperaturen bestimmt nicht weit vom Gefrierpunkt. Selbst im Auto halten wir es nur in zwei Schichten Fleece aus, und keinen von uns drängt es dazu den Wagen zu verlassen. Stimmungsaufhellend wirken allenfalls die Straßenschilder, die abwechselnd vor Schildkröten, Pavianen und Wanderern warnen. Dann ein neues Schild: Zur Pinguinkolonie hier links abbiegen. Der Schneck legt sich überrascht in die Kurve während wir alle aufgeregt drauflosschnattern. Auf dem Parkplatz angekommen schauen wir erst mal entmutigt durch die salzverklebte Windschutzscheibe: Bestimmt 200 Meter bis zum Kassenhäuschen und dann noch mal so weit bis zu den Watschelvögeln, die wir mit dem Fernglas so gerade eben erkennen können (wie gesagt, die Scheibe ist nicht besonders klar). Na, wenigstens passen Pinguine zum Wetter. Also hüllen wir uns in noch mehr Textil und steigen mit den Kameras bewaffnet aus – Guido und Fabian geben sich mit einer zusätzlichen Jacke zufrieden, wir Mädels bringen es jetzt auf fünf Schichten Kleidung. Keine zehn Schritte von Auto entfernt beschließt Fabian, dass er doch noch einen Extraapullover möchte, und so lehnen wir uns ein bisschen in den eisigen Wind während wir auf ihn warten. Am Kassenhäuschen hängen Thermometer und Wetterbericht: Es ist windig, regnerisch und sehr kalt. steht da geschrieben. Und dann starren wir sehr beschämt auf die Temperaturangabe: 15 Grad Celsius. Wir sind total verweichlicht.
Netterweise hört der Regen auf, als wir uns den Pinguinen nähern. Zunächst sehen wir nur auf der Wasserseite des Holzstegs, über den die Besucher geführt werden, einige Frackträger stehen und knipsen wild drauflos. Dann schärft sich der Blick: Auf der anderen Seite des Steges, zwischen Heidepflanzen und Gestrüpp stehen auch einige Tier. Ein wenig versteckt sind sie meist, neben im Gewirr der Vegetation verborgenen Mulden und Höhlen, vor Ritzen zwischen Felsen und vor – flauschigen Jungtieren. Jedes Muttertier scheint zwei oder drei Küken zu versorgen, wobei viele der kleinen schon fast so groß sind wie sie selbst. Pinguine sind erstaunliche Wesen, so ungeschickt sie an Land wirken mögen, im Wasser sind sie uns weit überlegen. Diese kleinen südafrikanischen Pinguine tauchen bis zu 20 km/h schnell, 130m tief und 5 Minuten lang. Sie sind ausgezeichnete Jäger und das müssen sie auch sein, denn jeder von ihnen frisst 560g Fisch am Tag. Ihr größter Feind ist der Mensch. Das Infoblatt bittet darum, verölte Pinguine sofort zu melden, damit ihnen geholfen werden kann.
Kurz vor Kapstadt reißt die schwere Wolkendecke auf und die Sonne kommt heraus. Nur der Wind lässt nicht mit sich reden und als wir am Kap der guten Hoffnung aussteigen wehen die Kinder beinahe davon. Wir sind tatsächlich angekommen. Nach ziemlich genau einem Jahr und mehr als 31000 Kilometern stehen wir mit dem Schneck viel zu plötzlich am Ziel unserer Träume. Die Reise hat uns alle verändert, sie war eine äußere wie eine innere Reise und so ist ihr Ende auch ein Neubeginn für jeden von uns. Aber ganz zu Ende ist sie noch nicht: Wir bleiben noch ein paar Tage in Kapstadt bevor wir an Bord des Schiffes gehen, dass uns nach Hause bringt. Für diesmal. Denn Afrika verlässt man nicht für immer und niemals ganz, man trägt es im Herzen mit sich.
Die kleinen bunten Ferienhäuser nehmen sich winzig aus zwischen den schroffen Bergen und den tobenden Wellen. Der Wind schüttelt den Schneck heftig durch und immer wieder erwischt uns ein Schauer quer treibender dünner Wasserschnüre. Ich nehme an, es handelt sich um Regen.
Wir sind nicht mehr weit von Kapstadt entfernt ( irgendwo bei Bettys Bay) und die Temperaturen bestimmt nicht weit vom Gefrierpunkt. Selbst im Auto halten wir es nur in zwei Schichten Fleece aus, und keinen von uns drängt es dazu den Wagen zu verlassen. Stimmungsaufhellend wirken allenfalls die Straßenschilder, die abwechselnd vor Schildkröten, Pavianen und Wanderern warnen. Dann ein neues Schild: Zur Pinguinkolonie hier links abbiegen. Der Schneck legt sich überrascht in die Kurve während wir alle aufgeregt drauflosschnattern. Auf dem Parkplatz angekommen schauen wir erst mal entmutigt durch die salzverklebte Windschutzscheibe: Bestimmt 200 Meter bis zum Kassenhäuschen und dann noch mal so weit bis zu den Watschelvögeln, die wir mit dem Fernglas so gerade eben erkennen können (wie gesagt, die Scheibe ist nicht besonders klar). Na, wenigstens passen Pinguine zum Wetter. Also hüllen wir uns in noch mehr Textil und steigen mit den Kameras bewaffnet aus – Guido und Fabian geben sich mit einer zusätzlichen Jacke zufrieden, wir Mädels bringen es jetzt auf fünf Schichten Kleidung. Keine zehn Schritte von Auto entfernt beschließt Fabian, dass er doch noch einen Extraapullover möchte, und so lehnen wir uns ein bisschen in den eisigen Wind während wir auf ihn warten. Am Kassenhäuschen hängen Thermometer und Wetterbericht: Es ist windig, regnerisch und sehr kalt. steht da geschrieben. Und dann starren wir sehr beschämt auf die Temperaturangabe: 15 Grad Celsius. Wir sind total verweichlicht.
Netterweise hört der Regen auf, als wir uns den Pinguinen nähern. Zunächst sehen wir nur auf der Wasserseite des Holzstegs, über den die Besucher geführt werden, einige Frackträger stehen und knipsen wild drauflos. Dann schärft sich der Blick: Auf der anderen Seite des Steges, zwischen Heidepflanzen und Gestrüpp stehen auch einige Tier. Ein wenig versteckt sind sie meist, neben im Gewirr der Vegetation verborgenen Mulden und Höhlen, vor Ritzen zwischen Felsen und vor – flauschigen Jungtieren. Jedes Muttertier scheint zwei oder drei Küken zu versorgen, wobei viele der kleinen schon fast so groß sind wie sie selbst. Pinguine sind erstaunliche Wesen, so ungeschickt sie an Land wirken mögen, im Wasser sind sie uns weit überlegen. Diese kleinen südafrikanischen Pinguine tauchen bis zu 20 km/h schnell, 130m tief und 5 Minuten lang. Sie sind ausgezeichnete Jäger und das müssen sie auch sein, denn jeder von ihnen frisst 560g Fisch am Tag. Ihr größter Feind ist der Mensch. Das Infoblatt bittet darum, verölte Pinguine sofort zu melden, damit ihnen geholfen werden kann.
Kurz vor Kapstadt reißt die schwere Wolkendecke auf und die Sonne kommt heraus. Nur der Wind lässt nicht mit sich reden und als wir am Kap der guten Hoffnung aussteigen wehen die Kinder beinahe davon. Wir sind tatsächlich angekommen. Nach ziemlich genau einem Jahr und mehr als 31000 Kilometern stehen wir mit dem Schneck viel zu plötzlich am Ziel unserer Träume. Die Reise hat uns alle verändert, sie war eine äußere wie eine innere Reise und so ist ihr Ende auch ein Neubeginn für jeden von uns. Aber ganz zu Ende ist sie noch nicht: Wir bleiben noch ein paar Tage in Kapstadt bevor wir an Bord des Schiffes gehen, dass uns nach Hause bringt. Für diesmal. Denn Afrika verlässt man nicht für immer und niemals ganz, man trägt es im Herzen mit sich.
Samstag, 16. Juli 2011
NEWS-Ticker: Port Shepstone - Port St.Johns – Umtata - Port Alfred – Schneck und Besatzung wohlauf
Lili spurtet los und stürzt sich voller Begeisterung in den weichen Sand. Guck mal hier! Hektisch beginnt sie etwas freizulegen was mich zunächst an eine zerknitterte Plastiktüte denken lässt. Aber in der nächsten Sekunde weicht meine Verwunderung Erstaunen. Lili hält sehr vorsichtig eine wundervolle Nautilusmuschel hoch, die größer ist als meine Hand und vollständig intakt. Zart und transparent leuchtet die plissierte Hülle in der Sonne auf als ich sie für ein Foto zurechtlege. Der seltene Fund ruft noch tagelang Bewunderung in Port Alfred hervor und stürzt uns in verschiedene logistische Probleme: Wie verpackt man den hauchdünnen Schatz am besten und darf Lili ihn überhaupt nach Deutschland einführen oder ist das schon ein Verstoß gegen das Artenschutzabkommen? Letzteres scheint laut allgemeiner Meinung kein Problem zu sein, eine ausreichende Verpackung aufzutreiben allerdings schon eher. Laut Lili bedeutet ausreichend so etwas wie eine hausgroße Wattekugel, die auf einem Luftkissen schwebend über das Meer gelangt. Wir bemühen uns zur Zeit noch um einen Kompromiss.
Unsere Strandtage bei Port Alfred sind lichtdurchflutet und heiter, ein starker Kontrast zur dürren Hoffnungslosigkeit der Transkei, die wir vorher durchquert haben. Das ehemalige homeland (im Grunde eine Reservation für die Xhosa) ist eine endlose Abfolge karger Hügel voller ärmlicher Häuser, oft genug ohne Wasserversorgung und beinah immer mit zu wenig Land um eine Familie zu ernähren. Die Xhosa scheinen uns resigniert, die wenigsten Familien versuchen dem Boden etwas abzuringen, Maisfelder sind noch am häufigsten, Gemüsegärten die Ausnahme, alle Bäume längst abgeholzt und das Vieh unbewacht. Kirchen und Schulen sind in der Transkei ein vergleichsweise seltener Anblick und die glänzenden Yachten auf den Anhängern die wir so häufig sehen gehören Menschen, für die die Fernstraße durch die Transkei nur eine bequeme Abkürzung auf dem Weg in die Ferien bedeutet.
An der Küste dominieren kleine und mittlere Ferienorte mit prachtvoller Vegetation, Geschäften für Anglerbedarf und Bademoden und exklusiven Ferienhäusern in Hochsicherheitstrakten. Es ist Nebensaison, die meisten Häuser stehen leer ebenso wie die weiten Strände und so ist kein Frühaufsteher über die wunderschöne Nautilusmuschel gestolpert, die die Winterwellen auf den Sand geworfen haben.
Lili spurtet los und stürzt sich voller Begeisterung in den weichen Sand. Guck mal hier! Hektisch beginnt sie etwas freizulegen was mich zunächst an eine zerknitterte Plastiktüte denken lässt. Aber in der nächsten Sekunde weicht meine Verwunderung Erstaunen. Lili hält sehr vorsichtig eine wundervolle Nautilusmuschel hoch, die größer ist als meine Hand und vollständig intakt. Zart und transparent leuchtet die plissierte Hülle in der Sonne auf als ich sie für ein Foto zurechtlege. Der seltene Fund ruft noch tagelang Bewunderung in Port Alfred hervor und stürzt uns in verschiedene logistische Probleme: Wie verpackt man den hauchdünnen Schatz am besten und darf Lili ihn überhaupt nach Deutschland einführen oder ist das schon ein Verstoß gegen das Artenschutzabkommen? Letzteres scheint laut allgemeiner Meinung kein Problem zu sein, eine ausreichende Verpackung aufzutreiben allerdings schon eher. Laut Lili bedeutet ausreichend so etwas wie eine hausgroße Wattekugel, die auf einem Luftkissen schwebend über das Meer gelangt. Wir bemühen uns zur Zeit noch um einen Kompromiss.
Unsere Strandtage bei Port Alfred sind lichtdurchflutet und heiter, ein starker Kontrast zur dürren Hoffnungslosigkeit der Transkei, die wir vorher durchquert haben. Das ehemalige homeland (im Grunde eine Reservation für die Xhosa) ist eine endlose Abfolge karger Hügel voller ärmlicher Häuser, oft genug ohne Wasserversorgung und beinah immer mit zu wenig Land um eine Familie zu ernähren. Die Xhosa scheinen uns resigniert, die wenigsten Familien versuchen dem Boden etwas abzuringen, Maisfelder sind noch am häufigsten, Gemüsegärten die Ausnahme, alle Bäume längst abgeholzt und das Vieh unbewacht. Kirchen und Schulen sind in der Transkei ein vergleichsweise seltener Anblick und die glänzenden Yachten auf den Anhängern die wir so häufig sehen gehören Menschen, für die die Fernstraße durch die Transkei nur eine bequeme Abkürzung auf dem Weg in die Ferien bedeutet.
An der Küste dominieren kleine und mittlere Ferienorte mit prachtvoller Vegetation, Geschäften für Anglerbedarf und Bademoden und exklusiven Ferienhäusern in Hochsicherheitstrakten. Es ist Nebensaison, die meisten Häuser stehen leer ebenso wie die weiten Strände und so ist kein Frühaufsteher über die wunderschöne Nautilusmuschel gestolpert, die die Winterwellen auf den Sand geworfen haben.
Donnerstag, 7. Juli 2011
Nochmals Hallo aus Durban!
Es ist endlich geglückt: Die Bilder aus dem Krügerpark sind im Netz. Wer also gerne Giraffen und Nashörner bewundern möchte, muss zum Krügerbeitrag runterscrollen - es lohnt sich!
LG aus dem kalten Südafrika
Tanja
P.S. Und weil das alles so gut geklappt hat sind jetzt auch die letzten Namibia Bilder online. Dafür muss man natürlich noch etwas weiter nach unten scrollen ;-)
Es ist endlich geglückt: Die Bilder aus dem Krügerpark sind im Netz. Wer also gerne Giraffen und Nashörner bewundern möchte, muss zum Krügerbeitrag runterscrollen - es lohnt sich!
LG aus dem kalten Südafrika
Tanja
P.S. Und weil das alles so gut geklappt hat sind jetzt auch die letzten Namibia Bilder online. Dafür muss man natürlich noch etwas weiter nach unten scrollen ;-)
Mittwoch, 6. Juli 2011
NEWS-Ticker: Grenze nach Südafrika – Jozini -Kosi Bay – Durban - Schneck und Besatzung wohlauf
Die Ausreise aus Swasiland verläuft so, dass man am liebsten für immer da bliebe: Ein freundlicher Mensch winkt uns in das richtige Büro, wo man unter Scherzchen und viel Gelächter unsere Pässe fraglos abstempelt. Jede Menge Fragen hat dagegen die nette Frau daeben, die mir einen zweiseitigen Fragebogen vorlegt: Wie hat es uns gefallen? Wo genau haben wir übernachtet? Wieviel Geld haben wir für Extras ausgegeben? Und werden wir Swasiland als Reiseziel weiterempfehlen?
Das werden wir ganz bestimmt tun. Hätten wir das nicht schon vorher gewußt wäre es uns kurz nach der Wiedereinreise nach Südafrika klar geworden. Vor der Grenze blitzsaubere Straßen und Höfe, ein paar einfache aber praktische Gebäude als Grenzposten und lauter freundliche Gesichter – hinter der Grenze ist die Landschaft eine Müllkippe, die Grenzstation ein monumentaler Prachtbau und die Grenzerin ist zu faul von ihrem Stuhl aufzustehen. Sie will uns mit dem Schneck durch ein nur gut zwei Meter hohes Tor lotsen – zum Glück ist ein Vorgesetzter in der Nähe und winkt ihr aufzustehen und beiseite zu rücken, damit wir die Busdurchfahrt nutzen können. Der Kontrast könnte größer nicht sein. Swasiland gehört gewiß zu den ärmsten Ländern der Welt, aber beinah jeder scheint bemüht das beste aus der Situation zu machen. Die ebenfalls ländliche Gegend im Osten Südafrikas durch die wir auf dem Weg zur Küste jetzt fahren strahlt eine Aura der Vernachlässigung und Hoffnungslosigkeit aus.
Unser Ziel für heute ist Kosi Bay an der Grenze zu Mozambique, wo eine Flußmündung sich mit dem Indischen Ozean zu einer einzigartigen Landschaft vereinigt. Danach wollen wir eine Einladung nach Durban annehmen.
Die Ausreise aus Swasiland verläuft so, dass man am liebsten für immer da bliebe: Ein freundlicher Mensch winkt uns in das richtige Büro, wo man unter Scherzchen und viel Gelächter unsere Pässe fraglos abstempelt. Jede Menge Fragen hat dagegen die nette Frau daeben, die mir einen zweiseitigen Fragebogen vorlegt: Wie hat es uns gefallen? Wo genau haben wir übernachtet? Wieviel Geld haben wir für Extras ausgegeben? Und werden wir Swasiland als Reiseziel weiterempfehlen?
Das werden wir ganz bestimmt tun. Hätten wir das nicht schon vorher gewußt wäre es uns kurz nach der Wiedereinreise nach Südafrika klar geworden. Vor der Grenze blitzsaubere Straßen und Höfe, ein paar einfache aber praktische Gebäude als Grenzposten und lauter freundliche Gesichter – hinter der Grenze ist die Landschaft eine Müllkippe, die Grenzstation ein monumentaler Prachtbau und die Grenzerin ist zu faul von ihrem Stuhl aufzustehen. Sie will uns mit dem Schneck durch ein nur gut zwei Meter hohes Tor lotsen – zum Glück ist ein Vorgesetzter in der Nähe und winkt ihr aufzustehen und beiseite zu rücken, damit wir die Busdurchfahrt nutzen können. Der Kontrast könnte größer nicht sein. Swasiland gehört gewiß zu den ärmsten Ländern der Welt, aber beinah jeder scheint bemüht das beste aus der Situation zu machen. Die ebenfalls ländliche Gegend im Osten Südafrikas durch die wir auf dem Weg zur Küste jetzt fahren strahlt eine Aura der Vernachlässigung und Hoffnungslosigkeit aus.
Unser Ziel für heute ist Kosi Bay an der Grenze zu Mozambique, wo eine Flußmündung sich mit dem Indischen Ozean zu einer einzigartigen Landschaft vereinigt. Danach wollen wir eine Einladung nach Durban annehmen.
NEWS-Ticker: Ngywena – Mbabane – Ezulwini – Big Bend – Nisela Nature Reserve – Schneck und Besatzung wohlauf
Es ist unerträglich heiß in der großen Halle die außer von den großen Fenstern an der Südwand auch vom Feuer der drei Öfen erhellt wird. Der Blick vom Balkon auf lauter dunkle Gestalten in roten Overalls, die routiniert Metallrohre und glühende amorphe Masse handhaben beschwört Gedanken an Folterkeller und Vorhöllen herauf, aber wir stehen nicht am Rande des Fegefeuers sonders blicken in die Glasbläserei von Ngywena hinab. Hier wird ausschließlich Altglas verwendet – eingeschmolzen und zu neuer Schönheit erweckt. Aus Marmeladengläsern werden Elefanten und Katzen, aus Colaflaschen entstehen Weingläser und Schachfiguren und in den Regalen und Vitrinen des Ausstellungsraumes entdecken wir sogar metallveredelte Schmuckstücke und Bierseidel aus Glas mit Henkeln aus Zinn. Im hinteren Bereich der Halle wird geschliffen, poliert und verpackt, denn die Erzeugnisse werden in alle Welt exportiert und als Fair Trade Produkte in Galerien und Eine-Welt-Läden verkauft. Ein leiser Seufzer entfährt uns nur beim Studium der ausgehängten Firmengeschichte: Ende der 70er von schwedischen Glasbläsern als Entwicklungshilfeprojekt begonnen wurde die Glasbläserei Mitte der 80er Jahre an die Swazis übergeben. Nur drei Jahre später war die Produktion zum Erliegen gekommen. Erst als ein Galerist aus Südafrika sich zu wundern begann warum keine Glaselefanten mehr lieferbar waren ging es wieder bergauf: Er reiste nach Ngywena, fand die Produktionsstätte verwaist, die meisten Geräte defekt und die Arbeiter bis auf drei nicht mehr vor. Mit diesen drei Leuten und einer Menge Enthusiasmus begann er von vorn und heute arbeiten 70 Menschen hier und es sollen noch weitere hinzukommen.
Es gibt einige Betriebe mit ähnlichen Geschichten in Swaziland. Handwebereien und Schaukelpferde (Schaukelzebras, Schaukelelefanten, Schaukel...) oder Sisalflechtarbeiten. Letztere entstehen in einem groß angelegten Frauenprojekt: Fast 900 Frauen in Swaziland sind mit dem Anbau, dem Verspinnen, dem Färben und schließlich dem Flechten von Korbarbeiten beschäftigt und auch diese Produkte haben sich als Exportschlager für Geschenkboutiquen in aller Welt erwiesen. Wer die Läden der Initiative betritt steht in einer wahren Explosion an Farben und kreativen Mustern, zwischen Körben, Dosen, Blumen, Uhren und Schmuck – alles aus Sisal. Alles wird in schön gestalteten Geschäften zu fairen Festpreisen präsentiert und der Stolz der Angestellten auf ihre Arbeit leuchtet einem überall entgegen.
Wir werden in Ngywena noch von einem anderen, viel kleineren Laden magisch angezogen: Afrikanische Versuchungen verheißt das Schild über der Tür, und das ist nicht zu viel versprochen. Hier werden Köstlichkeiten aus Schokolade hergestellt, nach belgischen Rezepten mit afrikanischem Touch: Trüffel mit Amarula, Pralinen mit Kaffee- oder Erdnußbutterfüllung, dicke Stücke köstlichen Toffees.... Die kleine Tüte, die wir erstehen schafft es nicht mal bis zum Parkplatz. Die Versuchung ist zu groß und wir geben auf dem halben Weg nach und lassen uns in der Sonne auf einer Bank nieder.
Es ist unerträglich heiß in der großen Halle die außer von den großen Fenstern an der Südwand auch vom Feuer der drei Öfen erhellt wird. Der Blick vom Balkon auf lauter dunkle Gestalten in roten Overalls, die routiniert Metallrohre und glühende amorphe Masse handhaben beschwört Gedanken an Folterkeller und Vorhöllen herauf, aber wir stehen nicht am Rande des Fegefeuers sonders blicken in die Glasbläserei von Ngywena hinab. Hier wird ausschließlich Altglas verwendet – eingeschmolzen und zu neuer Schönheit erweckt. Aus Marmeladengläsern werden Elefanten und Katzen, aus Colaflaschen entstehen Weingläser und Schachfiguren und in den Regalen und Vitrinen des Ausstellungsraumes entdecken wir sogar metallveredelte Schmuckstücke und Bierseidel aus Glas mit Henkeln aus Zinn. Im hinteren Bereich der Halle wird geschliffen, poliert und verpackt, denn die Erzeugnisse werden in alle Welt exportiert und als Fair Trade Produkte in Galerien und Eine-Welt-Läden verkauft. Ein leiser Seufzer entfährt uns nur beim Studium der ausgehängten Firmengeschichte: Ende der 70er von schwedischen Glasbläsern als Entwicklungshilfeprojekt begonnen wurde die Glasbläserei Mitte der 80er Jahre an die Swazis übergeben. Nur drei Jahre später war die Produktion zum Erliegen gekommen. Erst als ein Galerist aus Südafrika sich zu wundern begann warum keine Glaselefanten mehr lieferbar waren ging es wieder bergauf: Er reiste nach Ngywena, fand die Produktionsstätte verwaist, die meisten Geräte defekt und die Arbeiter bis auf drei nicht mehr vor. Mit diesen drei Leuten und einer Menge Enthusiasmus begann er von vorn und heute arbeiten 70 Menschen hier und es sollen noch weitere hinzukommen.
Es gibt einige Betriebe mit ähnlichen Geschichten in Swaziland. Handwebereien und Schaukelpferde (Schaukelzebras, Schaukelelefanten, Schaukel...) oder Sisalflechtarbeiten. Letztere entstehen in einem groß angelegten Frauenprojekt: Fast 900 Frauen in Swaziland sind mit dem Anbau, dem Verspinnen, dem Färben und schließlich dem Flechten von Korbarbeiten beschäftigt und auch diese Produkte haben sich als Exportschlager für Geschenkboutiquen in aller Welt erwiesen. Wer die Läden der Initiative betritt steht in einer wahren Explosion an Farben und kreativen Mustern, zwischen Körben, Dosen, Blumen, Uhren und Schmuck – alles aus Sisal. Alles wird in schön gestalteten Geschäften zu fairen Festpreisen präsentiert und der Stolz der Angestellten auf ihre Arbeit leuchtet einem überall entgegen.
Wir werden in Ngywena noch von einem anderen, viel kleineren Laden magisch angezogen: Afrikanische Versuchungen verheißt das Schild über der Tür, und das ist nicht zu viel versprochen. Hier werden Köstlichkeiten aus Schokolade hergestellt, nach belgischen Rezepten mit afrikanischem Touch: Trüffel mit Amarula, Pralinen mit Kaffee- oder Erdnußbutterfüllung, dicke Stücke köstlichen Toffees.... Die kleine Tüte, die wir erstehen schafft es nicht mal bis zum Parkplatz. Die Versuchung ist zu groß und wir geben auf dem halben Weg nach und lassen uns in der Sonne auf einer Bank nieder.
NEWS-Ticker: Komatipoort – Grenzübertritt nach Swaziland – Hlange Nationalpark – Piggs Peak – Malolotja Nature Reserve – Schneck und Besatzung wohlauf
Nein! Der Schneck stellt sich fast auf die Nase als Guido auf die Bremse tritt und schlingert dann nach links. Entsetzt schaue ich auf den mittelgroßen Dinosaurier vor dem rechten Vorderreifen, aber der erwartete Aufprall bleibt aus - wir haben ihn zum Glück nicht erwischt. Aus dem Augenwinkel sehe ich den glücklichen Waran noch im rechten Straßengraben verschwinden und ich bilde mir ein, dass der Fahrer des Kleinwagens auf der Gegenfahrbahn sich den Schweiß von der Stirn wischt. Einen so gewaltigen Waran haben wir noch nie gesehen – der Prachtkerl war gewiss zwei Meter lang und über 40 Kilo schwer.
Ansonsten ist die Grenze zwischen Südafrika und Swaziland wenig aufregend. So freundlich und flott hat man uns noch nie abgefertigt. Die Landschaft bleibt hier im Nordosten des kleinen Landes zunächst flach und wird von Zuckerrohrfeldern und Zuckerfabriken dominiert. Dazwischen liegen Plantagen voller reifer Orangen und Bananen. Süßer Melassegeruch liegt in der Luft, denn die Zuckerrohrfelder werden hier vor der Ernte abgeflemmt, um die schmalen grünen Blätter loszuwerden. Das Rohr kann dann mit der Axt dicht über dem Boden abgeschlagen werden, ohne dass sich die Arbeiter durch die rasiermesserscharfen Blattkanten ihren Weg bahnen müssen, wie wir es in Uganda und anderswo gesehen haben.
Swaziland ist eine der letzten echten Monarchien und wir begegnen immer wieder großformatigen Fotos des Königs und seiner Mutter, der zweitmächtigsten Person im Land. Eine Königin ist nirgendwo abgebildet was vielleicht an zu viel Auswahl liegt – denn in Swaziland ist Polygamie noch sehr populär und der König hat laut Reiseführer derzeit zehn Ehefrauen. So viele Frauen werden sich nur wenige Swazis leisten können, aber die Bauart der Höfe (egal ob Rundhütten mit Strohdach oder moderne Beton – Wellblech-Schachteln) spiegelt noch die traditionelle Lebensweise: Ein großes Haus für den Mann, ein kleines für jede Frau und eines – an der bevorzugten Stelle, neben dem Pferch für das Vieh – für die Mutter des Mannes. Die als sehr religiös geltenden Swazis scheinen Polygamie und Katholizismus gut miteinander vereinen zu können. Wie die Kirche das zusammenbringt konnten wir allerdings noch nicht herausfinden.
Unser erstes Ziel ist der kleine Hlange Royal Nationalpark, der uns zwar nach dem berühmten Krüger eher wie ein europäischer Safaripark vorkommt (Großwild und Löwen sind durch Zäune getrennt) aber die Ruhe und der Frieden an den Wasserlöchern schlagen uns in Bann. Nur wenige Touristen kommen hierher, und so sind wir lange allein mit Antilopen und Zebras, Krokodilen und Warzenschweinen, Nashörnern und Marabus und lernen zum Beispiel, dass Marabus gerne Zebras ärgern und Gnus das Trinken mit militärischer Präzision organisieren um schnell fertig zu werden. Ein Warzenschweineber interessiert sich offensichtlich für die regungslos am Ufer liegenden Krokodile und die bildschönen Nyalaantilopen vergesellschaften sich mit den viel größeren Kudus.
Wir verlassen den Park nur ungern, aber so langsam läuft uns die Zeit weg und wir wollen noch mehr von Swaziland sehen. Vor der Fahrt in das westliche Hochland steht aber ein Einkauf und wir steuern den nächsten Supermarkt an. Wir sind die Stars vor dem kleinen Einkaufszentrum und überall wird gerufen, gepfiffen und gewunken was das Zeug hält. Der Supermarkt ist so aufgeräumt und sauber wie die Straßen draußen und so sind Fabi und ich mit Brot, Fleisch und Gemüse schnell an der Kasse, wo Fabian gleich ganz gentlemanlike alles in Tüten packen will. Das ist nun eigentlich Aufgabe der Kassierin und unter viel Gelächter einigen sich die beiden auf Arbeitsteilung : Fabi die Würstchen und sie das Brot. Ich kann mit südafrikanischen Rand bezahlen und bekomme Emalangeni heraus: lauter blütenförmige Gebilde mit Elefanten, Blumen und königlichen Portraits . Guido und Lili kommen uns aus dem Obstlädchen an der Ecke entgegen. Sie haben Orangen für 10 Cent das Stück bekommen und Avocados gekauft. Die Verkäuferin hat Guidos Fähigkeiten als Hausmann allerdings angezweifelt und ihm die Avocados lieber selber ausgesucht, damit er zu Hause keinen Ärger bekommt: Zwei extradicke Exemplare, eine vollreif für heute und eine für morgen. Und eine dritte hat sie Lili geschenkt. Wir sind von der freundlichen Atmosphäre völlig begeistert und fahren gut gelaunt weiter Richtung Westen. Es ist uns bis jetzt völlig schleierhaft, warum die meisten weißen Südafrikaner einen großen Bogen um das kleine freundliche Land in ihrer Mitte machen.
In den nächsten Stunden überwindet der Schneck ein paar hundert Höhenmeter und bringt uns über Phophonyane, wo wir durch tropische Vegetation laufen und Piggs Peak nach Malolotje. Das Naturschutzgebiet in 1500m Höhe lädt zum Wandern ein. In völliger Einsamkeit klettern wir die Hügel hinauf und herunter, an Wasserfällen, Felsbrocken und sprudelnden Quellen vorbei. Blessböcke grasen in der Weite, Raubvögel keisen nur wenige Meter über uns, Paviane erklimmen die steilen Felswände, Sunbirds und Kahlköpfige Ibisvögel bringen Farbe ins Spiel und am Abend hören wir die pfeifenden Rufe der Erdwölfe hinter dem Truck.
Nein! Der Schneck stellt sich fast auf die Nase als Guido auf die Bremse tritt und schlingert dann nach links. Entsetzt schaue ich auf den mittelgroßen Dinosaurier vor dem rechten Vorderreifen, aber der erwartete Aufprall bleibt aus - wir haben ihn zum Glück nicht erwischt. Aus dem Augenwinkel sehe ich den glücklichen Waran noch im rechten Straßengraben verschwinden und ich bilde mir ein, dass der Fahrer des Kleinwagens auf der Gegenfahrbahn sich den Schweiß von der Stirn wischt. Einen so gewaltigen Waran haben wir noch nie gesehen – der Prachtkerl war gewiss zwei Meter lang und über 40 Kilo schwer.
Ansonsten ist die Grenze zwischen Südafrika und Swaziland wenig aufregend. So freundlich und flott hat man uns noch nie abgefertigt. Die Landschaft bleibt hier im Nordosten des kleinen Landes zunächst flach und wird von Zuckerrohrfeldern und Zuckerfabriken dominiert. Dazwischen liegen Plantagen voller reifer Orangen und Bananen. Süßer Melassegeruch liegt in der Luft, denn die Zuckerrohrfelder werden hier vor der Ernte abgeflemmt, um die schmalen grünen Blätter loszuwerden. Das Rohr kann dann mit der Axt dicht über dem Boden abgeschlagen werden, ohne dass sich die Arbeiter durch die rasiermesserscharfen Blattkanten ihren Weg bahnen müssen, wie wir es in Uganda und anderswo gesehen haben.
Swaziland ist eine der letzten echten Monarchien und wir begegnen immer wieder großformatigen Fotos des Königs und seiner Mutter, der zweitmächtigsten Person im Land. Eine Königin ist nirgendwo abgebildet was vielleicht an zu viel Auswahl liegt – denn in Swaziland ist Polygamie noch sehr populär und der König hat laut Reiseführer derzeit zehn Ehefrauen. So viele Frauen werden sich nur wenige Swazis leisten können, aber die Bauart der Höfe (egal ob Rundhütten mit Strohdach oder moderne Beton – Wellblech-Schachteln) spiegelt noch die traditionelle Lebensweise: Ein großes Haus für den Mann, ein kleines für jede Frau und eines – an der bevorzugten Stelle, neben dem Pferch für das Vieh – für die Mutter des Mannes. Die als sehr religiös geltenden Swazis scheinen Polygamie und Katholizismus gut miteinander vereinen zu können. Wie die Kirche das zusammenbringt konnten wir allerdings noch nicht herausfinden.
Unser erstes Ziel ist der kleine Hlange Royal Nationalpark, der uns zwar nach dem berühmten Krüger eher wie ein europäischer Safaripark vorkommt (Großwild und Löwen sind durch Zäune getrennt) aber die Ruhe und der Frieden an den Wasserlöchern schlagen uns in Bann. Nur wenige Touristen kommen hierher, und so sind wir lange allein mit Antilopen und Zebras, Krokodilen und Warzenschweinen, Nashörnern und Marabus und lernen zum Beispiel, dass Marabus gerne Zebras ärgern und Gnus das Trinken mit militärischer Präzision organisieren um schnell fertig zu werden. Ein Warzenschweineber interessiert sich offensichtlich für die regungslos am Ufer liegenden Krokodile und die bildschönen Nyalaantilopen vergesellschaften sich mit den viel größeren Kudus.
Wir verlassen den Park nur ungern, aber so langsam läuft uns die Zeit weg und wir wollen noch mehr von Swaziland sehen. Vor der Fahrt in das westliche Hochland steht aber ein Einkauf und wir steuern den nächsten Supermarkt an. Wir sind die Stars vor dem kleinen Einkaufszentrum und überall wird gerufen, gepfiffen und gewunken was das Zeug hält. Der Supermarkt ist so aufgeräumt und sauber wie die Straßen draußen und so sind Fabi und ich mit Brot, Fleisch und Gemüse schnell an der Kasse, wo Fabian gleich ganz gentlemanlike alles in Tüten packen will. Das ist nun eigentlich Aufgabe der Kassierin und unter viel Gelächter einigen sich die beiden auf Arbeitsteilung : Fabi die Würstchen und sie das Brot. Ich kann mit südafrikanischen Rand bezahlen und bekomme Emalangeni heraus: lauter blütenförmige Gebilde mit Elefanten, Blumen und königlichen Portraits . Guido und Lili kommen uns aus dem Obstlädchen an der Ecke entgegen. Sie haben Orangen für 10 Cent das Stück bekommen und Avocados gekauft. Die Verkäuferin hat Guidos Fähigkeiten als Hausmann allerdings angezweifelt und ihm die Avocados lieber selber ausgesucht, damit er zu Hause keinen Ärger bekommt: Zwei extradicke Exemplare, eine vollreif für heute und eine für morgen. Und eine dritte hat sie Lili geschenkt. Wir sind von der freundlichen Atmosphäre völlig begeistert und fahren gut gelaunt weiter Richtung Westen. Es ist uns bis jetzt völlig schleierhaft, warum die meisten weißen Südafrikaner einen großen Bogen um das kleine freundliche Land in ihrer Mitte machen.
In den nächsten Stunden überwindet der Schneck ein paar hundert Höhenmeter und bringt uns über Phophonyane, wo wir durch tropische Vegetation laufen und Piggs Peak nach Malolotje. Das Naturschutzgebiet in 1500m Höhe lädt zum Wandern ein. In völliger Einsamkeit klettern wir die Hügel hinauf und herunter, an Wasserfällen, Felsbrocken und sprudelnden Quellen vorbei. Blessböcke grasen in der Weite, Raubvögel keisen nur wenige Meter über uns, Paviane erklimmen die steilen Felswände, Sunbirds und Kahlköpfige Ibisvögel bringen Farbe ins Spiel und am Abend hören wir die pfeifenden Rufe der Erdwölfe hinter dem Truck.
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