Zusammenfassung Tansania
Land: Tansania lässt sich kaum zusammenfassen, es ist so schön, so vielfältig, so bezaubernd – wer Tansania nicht mag, der braucht sich das übrige Afrika gar nicht mehr anzusehen. Das Land ist allerdings riesig, und wir haben in all den Wochen nur einen Teil sehen können. Das südliche Hochland und den Westen mit dem Tanganjikasee mussten wir für das nächste Mal aufsparen, ebenso wie Sansibar und viele Nationalparks, die leider das Budget gesprengt hätten. Der Norden und die Küste sind touristisch gut erschlossen und auf eigene Faust einfach zu bereisen (es gibt aber natürlich auch eine Unzahl von Reiseveranstaltern, wobei die Schwierigkeit darin liegen könnte, einen zuverlässigen zu finden). Das übrige Tansania erschließt sich dem, der mit offenem Herzen und ohne große Ansprüche an Komfort reist, ebenfalls schnell und bietet ein besseres Bild vom ursprünglichen Afrika. Tatsächlich erscheinen uns die unbekannteren Landesteile sicherer.
Wer nur Serengeti, Kilimandscharo und Sansibar anpeilt hat zweifellos drei unvergessliche Erlebnisse – aber Tansania hat er nicht gesehen. Tansania, das sind auch die Usambaraberge, der Viktoriasee, die alten Städtchen mit kolonialem Charme, die weiten Ebenen und wilden Hügelketten, Wasserfälle und Halbwüsten.
Leute: Was uns so begeistert hat war aber nicht nur die wundervolle abwechslungsreiche Landschaft und die Tierwelt, die jedes Afrikaklischee bedienen können (und noch viel mehr), sondern die friedliche entspannte Atmosphäre, die die Menschen ausstrahlen. Natürlich gibt es in den Touristenzentren auch viel Nepper und Schlepper, aber die sind leicht zu erkennen und loszuwerden. Tansanier haben die ostafrikanische pole-pole (mach mal langsam)-Mentalität perfektioniert und begegnen den Widrigkeiten des Alltags mit Ruhe und einer ordentlichen Portion Humor. Obendrein sind sie im Allgemeinen bis zum Umfallen höflich.
Wer hier lebt und arbeitet mag manchmal an dieser Einstellung verzweifeln. Eine Lodgebesitzerin erzählte uns: Dann haben sie den Tisch nach einer Stunde endlich fertig gedeckt und nichts liegt am richtigen Platz. Und wenn ich dann sage: Das hast du jetzt aber nicht so gut gemacht. – dann bricht das Mädchen fast in Tränen aus und fragt mich warum ich jetzt so unfreundlich bin.
Tansanier begreifen sich trotz der vielen Stämme als ein Volk. Das verdanken sie ihrem ersten Präsidenten nach der Unabhängigkeit, der mit massiven Bildungsprogrammen und der Einführung von Suaheli als Staatsprache dafür sorgte, dass die Menschen anfingen sich zu verständigen. Das machte Tansania zu einem sehr friedlichen Land. Wer genauer hinsieht erkennt schon, dass die Harmonie nicht perfekt ist und einige Stämme mehr angesehen sind als andere, aber im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten in denen immer wieder Unruhen ausbrechen, weil Menschen verschiedenster Kulturen künstlich zusammengezwungen wurden, erscheint das vernachlässigenswert.
Tiere: Vom winzigen Käfer bis zum großen grauen Rüsseltier – so muss es im Garten Eden ausgesehen haben und es würde zu weit führen alle aufzuzählen.
Highlights: die Wanderung der großen Herden in der Serengeti, die lieblichen Usambaraberge, die bunten Märkte, Traumstrände südlich von Dar es Salaam, endlose Landschaften und fröhliche Menschen
Montag, 14. März 2011
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