Samstag, 4. Dezember 2010

Zusammenfassung Kenia


Land: Kenia ist Afrika im Kleinformat. Praktisch jede Landschaftsform ist hier zu finden, sei es Wüste, Savanne, Bergwelt, subtropische Strände oder das ostwestfälisch anmutende Hochplateau Laikipias. Der zusätzliche Reiz Kenias besteht darin, dass diese Vielfalt sich auf recht engem Raum zusammendrängt und so innerhalb kurzer Zeit erfahrbar wird. Kenia ist mit Sicherheit nie langweilig. Der Pauschaltourist, der außer den Traumstränden nur eine Kurzsafari in einen der vielen Nationalparks macht ist zu bedauern – die Kombination Strand und Savanne bedient zwar das Klischee wird aber dem Land nicht gerecht. Kenia ist stark geprägt vom Tourismus, nicht ganz preiswert und sicher auch in mancher Hinsicht vom Pauschaltourismus verdorben. Da sich dieser aber auf einige wenige Ecken beschränkt findet man reichlich Gegenden, wo man die Tagessensation ist – und die Gastfreundschaft und das Interesse an den Fremden echt und uneigennützig. Für uns ist Kenia der Anblick des Mount Kenya im Morgengrauen vor üppig grüner Kulisse mit Wasserfällen und exotischen Blüten, sowie das gastfreundliche Dorf Shiraz voller fleißiger lachender Frauen in bunten Tüchern. Ach ja, und es ist das Land der Giraffen ;-).

Leute: Zwischen dem nervigen Beach-Boy, der einem von Schnitzerei bis Drogen alles aufschwatzen will und den Leuten auf dem Land liegen Welten. Letztere können manchmal recht distanziert wirken, tauen aber schnell auf. Insgesamt sind alle beeindruckt und begeistert von den Gästen, die einen so weiten Weg auf sich genommen haben und überschlagen sich mit guten Wünschen. Die Sicherheitswarnungen des Auswärtigen Amtes erscheinen uns im Nachhinein doch etwas übertrieben – wer im Italienurlaub oder auf einem Wochenend-Trip in NY war hat sich den gleichen Risiken ausgesetzt. Nairobi will ich bei dieser Aussage mal außen vor lassen, aber ich würde auch kein Sightseeing in der Bronx machen…

Highlights: Die Savanne voller Giraffen, Antilopen und Elefanten im Samburu-Nationalpark, die Timau Mountain River Lodge am Mount Kenya, der Anblick des Kilimandjaro am Morgen, Barbecue am Strand von Tiwi und unsere Stippvisite im Dorf Shiraz.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen