Samstag, 29. Januar 2011


Zusammenfassung Uganda
Land: Uganda hat keine Küste und ist dennoch ein Land des Wassers. Wer Freude hat an schöner, üppig grüner Landschaft voller breiter Ströme, Wasserläufe, Sümpfe und Tümpel, voller dramatischer Wasserfälle und verträumter Kraterseen, der ist hier richtig. Uganda bietet beeindruckende Gebirge und immer wieder neue Ansichten für Wanderer, Bergsteiger oder Spazierfahrer  – es wird nie langweilig. Allerdings ist auch das Wetter eher etwas nass: Die Trockenzeiten sind kurz und auch dann kann es einmal einen Schauer geben. Uns war eher selten zu heiß und nachts kann es empfindlich kalt werden. Die Straßen sind in weitgehend gutem bis sehr gutem Zustand und die touristische Infrastruktur ist (außer im Norden) überall gut. Ob die Sicherheitslage nach den Wahlen am 18.2. allerdings immer noch so gut wie jetzt ist weiß hier niemand und ob die neue (oder alte) Regierung mit dem Ausverkauf der wundervollen Landschaft und Tierwelt zugunsten Energiegewinnung und Ölförderung weitermacht oder das Ruder noch rechtzeitig herumreißt auch nicht. Wer Uganda erleben will sollte sich vielleicht beeilen: Ein deutscher Geophysiker hat uns eine Karte gezeigt, die alle wichtigen Nationalparks als Öllagerstätten auswies. Der traurige Witz ist, dass die Natur einem Polit-Programm ohne echten wirtschaftlichen  Nutzen zum Opfer fallen könnte, denn weder ist das gefundene Öl von guter Qualität noch hat Uganda selbst die technologischen Möglichkeiten es zu fördern.
Leute: Die Ugander sind (gemessen an deutscher Unterkühltheit) freundlich. Im Vergleich mit ihren afrikanischen Nachbarn schneiden sie nicht ganz so gut ab, ihnen fehlt nach langer trauriger Geschichte die Leichtigkeit und der Humor, die die Tansanier zum Beispiel so auszeichnen.  Dafür sind sie deutlich effektiver: In Uganda ist es durchaus möglich ein Essen im Restaurant unter einer Stunde Wartezeit zu bekommen und Zusagen werden öfter eingehalten.  Hier sind viele Hotels und Campingplätze in einheimischer Hand und durchaus ordentlich geführt, was in Kenia oder Tansania kaum vorkommt.
Wenn Ugander feiern , dann gehören die Trommeln und traditionellen Gesänge auf jeden Fall noch dazu und es ist schön zu sehen, dass auch die Jugendlichen oft zum üben treffen.
Tiere: Die meisten Touristen besuchen Uganda um die Gorillas zu sehen und vielleicht noch ein Schimpansentrekking zu machen. Beides blieb uns verwehrt, weil Kinder unter 15 Jahren nicht teilnehmen dürfen und die Gorillas auch unser Budget gesprengt hätten. Alle, die wir nach ihrer Gorillabegegnung trafen sprachen einhellig von einer einmaligen Erfahrung, die den hohen Preis absolut wert ist.
Die Tiere, die für uns Uganda ausmachten waren die Flußpferde (Hippos), die Vögel  und die Affen (Colobus, Meerkatzen, Rotschwanzaffen, Paviane….) denen man überall begegnen kann und die einfach Spaß machen. Bei den Farmtieren fallen die wunderschönen Rinder mit den riesigen Hörnern auf – und die Tatsache, dass Ugander oft Schweine halten, die natürlich alle frei herumlaufen. Hunde und Katzen sind geliebte Haustiere und so lange etwas Eßbares im Haus ist werden sie mitversorgt, wenn auch vielleicht nur mit Kochbananen.
Highlights: Sipi Falls, Regenwald, Tiere am Nil bei den Murchinson Falls, Lake Nkuruba und die Landschaft von dort bis zum Lake Bunyoni

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